News - Projekt des Monats

MAI/JUN 11: Drohneneinsatz zur Massenermittlung?

Beim Gleisbauseminar 2011 in Berlin bot ein Vortrag über Drohneneinsatz im Bereich der Vermessung eine neue Möglichkeit quasi eine berührungslose Massenermittlung durchzuführen.
Genauigkeiten der Messung, Geschwindigkeiten bei der Aufnahme sowie auch bei der Auswertung standen im Raum die das Thema interessant machten.
Wie oft kommt es nicht vor, dass Gleisstrecken, bzw. Autobahnabschnitte nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten (BETRA, Teilsperrungen von Fahrbahnen) aufgemessen werden können?
Hier bietet die Drohne zunächst definitiv einen sehr großen Vorteil bei der Datenerfassung.
Aber:
Welche Genauigkeiten sind zu erwarten?
Welche "Fallstricke" sind zu beachten?

Ein Beispielprojekt war schnell gefunden: ein ca. 4.000m langer Abschnitt einer Ortsumfahrung im Raum Pritzwalk.
Die (herkömmliche) tachymetrische Aufnahme des Geländes wurde ebenfalls durch unser Büro durchgeführt und die Passpunkte im Gelände vermarkt.
Hiermit lag eine Referenzaufnahme nebst Massenberechnung vor.

Die reine Befliegung dieses Abschnittes dauerte 1 Tag. Jeweils ca. ein Kilometer je "Pilotenstandpunkt" konnte in weniger als zwei Stunden erfasst werden. Die Flughöhe wurde auf 250m , die Überlappungen der einzelnen Messtreifen auf 80% festgesetzt. Für das Projekt selbst wurden ca. 1.000 Bilder erzeugt.
Die gleichzeitige Bestimmung der Passpunkte erfolgte mit GPS. Je Abschnitt wurden sechs Punkte signalisiert.
Bereits eine Stunde nach Beendigung der "Flugshow" lag ein erstes Photomosaik zur Vollständigkeitskontrolle des Tagwerkes vor. Hier reichte dann allerdings ein Modell mit einer Pixelauflösung von lediglich 35 cm vollkommen aus.

Die Auswertung der Befliegung steht aktuell noch aus. Hier werden die Bilder dann auf eine Pixelauflösung von ca. 5 cm generiert.
Interessant wird hier neben der Genauigkeit, die Zeit die es benötigt um aus den Befliegungsdaten, aus dem Orthofotomosaik, nutzbares georeferenziertes Bildmaterial zu machen um ein DGM zu erstellen welches sich auf der Höhe des Ackerbodens und nicht auf Höhe von OK Rapsfeld befindet.

Wir berichten an dieser Stelle weiter, wenn sich Ergebnisse herausbilden...

 

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